Perú ist ein kein einfaches Land zum Rad fahren. Viele touristische Attraktionen liegen im Landesinnern, eingebettet von den Anden. Um diese zu erreichen wollen viele Pässe überquert werden. Einige dieser Pässe zählen zu den höchsten der Erde, so dass die Luft dort oben ziemlich dünn werden kann. Für eine Radtour durch die Anden sind daher eine ordentliche Akklimatisation und eine gute körperliche Verfassung Grundvoraussetzung.
Die Hauptverkehrsstrasse und somit die kürzeste Verbindung von Nord nach Süd (bzw. Süd nach Nord) ist die Panamericana an der Küste entlang. Diese Strasse ist jedoch ziemlich öde, da sie fast ausschließlich durch eine trostlose Wüstenlandschaft führt. Auch ist hier der Verkehr, gerade um größere Ballungszentren, am stärksten und gefährlichsten. Teilweise gibt es zwar einen Seitenstreifen, doch man sollte immer genügend Abstand zu den vorbeifahrenden Bussen und LKWs haben, da einem ansonsten der Luftsog bzw. -wirbel, welcher durch die vorbeirauschenden Fahrzeuge verursacht wird, umwerfen kann.
Noch ein Hinweis zur Panamericana:
Die vorherrschende Windrichtung ist aus Süden. Wer also unbedingt an dieser Fernverkehrsstrasse entlang radeln möchte, der sollte dies am besten von Süd nach Nord tun, denn Gegenwind kann nämlich ein ziemlich frustrierender Faktor werden.
Beste Reisezeit (Trockenzeit)
Hochland: April bis Oktober
Küste: Dezember bis April.
Ersatzteilmitnahme
Peruaner benutzen kaum das Rad, so dass die Ersatzteilversorgung außerhalb Limas äußerst beschränkt sein kann. Auch wird man nur schwer hochwertiges Ausrüstungsmaterial finden und für 28' Räder gibt es so gut wie keine Schläuche, Mäntel, Felgen und Speichen zu finden, da die vorherrschende Radgröße 26' ist. Die beste und kostengünstigste Ersatzteilauswahl hat man in Lima auf einem Fahrradbazar, welcher an der Strasse Avenida Emanzipación und Cañete liegt. Man sollte also vorher gut abwägen, natürlich auch abhängig von der Länge der Reisezeit, was man an Ersatzteilen am besten alles aus der Heimat mitnimmt.